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19. 02. Dienstag, 11.00 Uhr, Großer Saal Kitas/Schulen, Telefon: 05331 86-502

Juller

Nach der Biografie des deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspielers Julius Hirsch | Ab 15 Jahren

Jeder kennt sie. Sie sind allseits berühmt, wirtschaftlich abgesichert und gesellschaftlich unabhängig – Fußballstars heute. Vor einhundert Jahren dagegen war der Fußball noch eine Randsportart. Eine erfolgreiche Karriere reichte da längst nicht aus, um für den Rest seines Lebens ausgesorgt zu haben. Aber Berühmtheiten waren erfolgreiche Fußballer auch zu dieser Zeit schon.

Einer der Helden der frühen Fußballjahre in Deutschland war der Karlsruher Vollblutstürmer Julius Hirsch, genannt »Juller«. Populär für seine gebückte Laufhaltung und gefürchtet für seine beidfüßige Schussstärke wurde er zweimal Deutscher Meister, war mehrfacher Nationalspieler und nahm 1912 an den Olympischen Spielen teil. Seine großen sportlichen Erfolge konnten dennoch nicht verhindern, dass auch er im Nationalsozialismus wegen seiner jüdischen Herkunft aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurde.

Seit 2005 würdigt der Deutsche Fußball-Bund mit dem »Julius Hirsch Preis« gesellschaftliches Engagement für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit.

Regie: Jürgen Zielinski
Ausstattung: Carsten Schmidt, Steffen Wieser, Doreen Winkler, Jürgen Zielinski
Besetzung: Laura Hempel, Martin Klemm, Philipp Oehme, Sven Reese, Sonia Abril Romero
Produktion: Theater der Jungen Welt Leipzig
Spieldauer: 95 Minuten

Foto: Tom Schulze