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22. 04. Sonntag, 16.00 Uhr, Großer Saal Karten

Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe

Berührende und bemerkenswerte Barock-Oper von Georg Philipp Telemann

Der bekannte Mythos vom Sänger Orpheus, der Mensch und Tier durch seine betörende Musik verzaubern kann und seine Geliebte Eurydike aus dem Totenreich erretten will, ist Grundlage vieler Opern. In Telemanns Werk wird er um die schillernde Figur der Königin Orasia erweitert. Sie ist ebenfalls in Orpheus verliebt und fädelt Eurydikes Tod durch einen Schlangenbiss ein. In plastischen Farben schillert die Unterwelt mit ihrem Gott Pluto und seinen Furien. Dieser gestattet, von Orpheus‘ Gesang erweicht, Eurydikes Heimkehr in die Welt der Lebenden unter der Bedingung, dass Orpheus sich auf dem Rückweg nicht nach ihr umwende. Als ihm dies misslingt, stirbt sie erneut und Orpheus bleibt allein mit seinem Schmerz.

Mit über 3600 verzeichneten Werken ist Telemann einer der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte. Eine Innovation des 1726 uraufgeführten Stücks sind einige typisch italienische Arien und im französischen Stil komponierte Nummern, die – übertitelt – in der jeweiligen Sprache innerhalb der ansonsten deutschsprachigen Oper zu hören sind.

Regie: Sigrid T’Hooft
Musikalische Leitung: Florian Ziemen
Ausstattung: Stephan Dietrich
Produktion: Theater für Niedersachsen

Foto: Falk von Traubenberg

Werk-Einführung im südlichen Wintergarten um 15.30 Uhr