Das im September 1909 eröffnete Lessingtheater wurde im Februar 2007 wegen nicht einzuhaltender Vorgaben im Brandschutz vorübergehend geschlossen. Trotz des äußerlich guten Eindrucks beeinträchtigen erhebliche bauliche und technische Mängel die Funktionsfähigkeit des Theaters.
Die Stadt Wolfenbüttel arbeitet jedoch mit Hochdruck an der Wiedereröffnung, die für 2013 geplant ist.
Bereits im Jahre 2001 wurde ein Architektenwettbewerb zur Sanierung und Erweiterung des Lessingtheaters ausgeschrieben, welchen das Architektenbüro Springer aus Berlin gewann. Das Architekturbüro Struhk aus Braunschweig, welches in Wolfenbüttel bereits die Landesmusikakademie gebaut hat, ist nunmehr seit 2010 mit der Aufgabe betreut, diesen Entwurf in die Tat umzusetzen.
+ Baupläne
Das zukünftige Lessingtheater
Mit der geplanten Wiedereröffnung im Jahr 2013 wird sich das Theaterleben auch inhaltlich verändern. Eine vom Rat der Stadt beauftragte Unternehmensberatung schlägt vor, das Lessingtheater künftig mit einer eigenen künstlerischen Intendanz sowie eigenem Personal für Technik und Verwaltung zu führen.
Mit dieser neuen Struktur wird auch eine Profilschärfung und Neupositionierung einhergehen. Das Theater soll sich künftig neuen Formaten und Publikumsschichten öffnen, z. B. durch Kooperationen mit anderen Bühnen und Veranstaltern. Die Angebote im Kinder- und Jugendtheaterbereich sollen erweitert und lokale Akteure verstärkt eingebunden werden.
Thematische Reihen und zeitgenössische Formate wie Tanztheater, Kabarett oder Produktionen freier Theatergruppen sollen das bisher erfolgreiche Angebot aus Musiktheater, Schauspiel und Komödie ergänzen.
Zur Finanzierung des künftigen Theaterbetriebs besteht die Absicht, eine Theaterstiftung zu gründen. Aufgabe dieser Stiftung wird es sein, durch Zustiftungen und Spenden aus der Bürgerschaft, von Unternehmen und Institutionen, aber auch durch Mittelzuführungen aus dem städtischen Haushalt, einen immer weiter anwachsenden Kapitalstock zur Erzielung von Zinseinnahmen zu bilden. Diese Erträge sollen dann dem Theater für die Programmgestaltung und den Betrieb zur Verfügung gestellt werden. |